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Gedenkgottesdienste für die „Unbedachten dieser Stadt"

An jedem zweiten Dienstag im Monat um 17 Uhr - in den geraden Jahren in der Marktkirche, in den ungeraden in der Domkirche.

Termine 2017 in der Domkirche: 10. Januar / 14. Februar / 14. März / 11. April / 9. Mai / 13. Juni / 11. Juli / 8. August / 12. September / 10. Oktober / 14. November / 12. Dezember

Die christlichen Kirchen in Essen und die Stadt Essen feiern regelmäßig gemeinsam ökumenische Gedenkgottesdienste für die „Unbedachten dieser Stadt“: Verstorbene Menschen, derer niemand gedacht hat und die ansonsten anonym bestattet würden. Christen bekennen, dass Gott jeden Menschen liebt, bei seinem Namen kennt und ruft. Bei ihm ist keiner „unbedacht“. Wo der einzelne Bürger ohnmächtig und hilflos ist, kann eine Gemeinschaft stellvertretend Anteilnahme und Wertschätzung öffentlich machen.

Im Gedenken der Verstorbenen geben wir ihrem Leben Gewicht. Wir holen sie aus ihrer Anonymität, wenn wir ihre Namen nennen. Wir bringen ihre Einmaligkeit und ihre Würde zum Ausdruck. Wir stellen uns gegen das Vergessen: In den Gedenkgottesdiensten für die „Unbedachten“ werden die anonym, ohne Trauerfeier und sichtbares Grab beigesetzten Verstorbenen in unserer Stadt bei ihrem Namen genannt. Für jede und jeden von ihnen wird ein Licht entzündet. Zugleich werden ihre Namen in ein Buch eingetragen, das in der Kirche ausliegt, in der die Gedenkgottesdienste für die „Unbedachten“ gefeiert werden. So kann jeder auch in der Zeit zwischen den Gedenkgottesdiensten die Namen nachlesen, in seiner Weise der „Unbedachten“ gedenken, für sie eine Kerze anzünden, ein Gebet sprechen oder schweigend einen Augenblick verharren.

Die ökumenischen Gedenkgottesdienste finden einmal im Monat jeweils am zweiten Dienstag um 17 Uhr statt und wechseln jährlich zwischen dem Hohen Dom, An St. Quentin 3 (2017, 2019) und Marktkirche (2018, 2020 usw.).

Die christlichen Kirchen in Essen verstehen ihre Initiative zu den Gedenkgottesdiensten für die „Unbedachten“ als Dienst an der Gesellschaft. Sie wollen die in der Anonymität Bestatteten ins Gedächtnis holen und dort bewahren. Kein Toter soll nur „entsorgt“ werden. Jeder behält seinen Namen und seine Würde über den Tod hinaus.

Zu den Gedenkgottesdiensten sind alle Mitbürgerinnen und Mitbürger unserer Stadt eingeladen. Stellvertretung und Solidarität machen eine Gesellschaft menschlich und lebenswert. Die Gedenkgottesdienste wollen dazu beitragen.

Die Funke-Mediengruppe unterstützt diese besondere Form des Gedenkens, indem sie in den Wochenend-Ausgaben ihrer Essener Zeitungen (WAZ, NRZ, Stadtspiegel) kostenlose Traueranzeigen mit den Namen der Verstorbenen veröffentlicht.

  

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